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Zur Geschichte des Flüchtlingsverbands



Der Flüchtlingsverband wurde 1962 von osteuropäischen Juden gegründet, die als DPs oder auch auf anderen Wegen nach Deutschland gelangt waren. Die meisten von ihnen stammten aus Polen. In den 60-er Jahren gab es ca. 500 jüdische Flüchtlinge in Frankfurt, von denen etwa 150 dem Verband angehörten.

Laut Satzung aus dem Jahre 1977 versteht sich der Verband als Interessenvertretung seiner Mitglieder "in ihrer Sonderstellung als Heimatvertriebene oder Flüchtlinge gegenüber Bundes- und Landesministerien, Behörden, Institutionen." Weiterhin heißt es in der Satzung: "Es können Landesverbände und Ortsgruppen in allen Teilen der Bundesrepublik gegründet werden". Es ist jedoch unbekannt, ob es auch in anderen Städten Ortsgruppen des Flüchtlingsverbandes tatsächlich gab, oder ob der Bundesverband identisch mit dem Frankfurter Verband blieb.

Zunächst befand sich das Büro in der Gausstraße 18. Im Jahr 1987 bezog der Verband einige Räume in der Friedrichstrasse 27, in denen früher ein koscheres Restaurant war.

Vorsitzende des Verbands waren nacheinander Ignaz Lipinski, Ignaz Bubis, Dr. Dieter Graumann und seit 1999 Benjamin Bloch.

Bis in die 1990-er Jahre waren die meisten Mitglieder polnische Juden, was sich auch in der Zusammensetzung des Vorstandes niederschlug. Danach wurden die Zuwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion immer zahlreicher. 1999 waren dann ausschließlich russische Juden im Vorstand, mit Ausnahme des Vorsitzenden Benjamin Bloch.

Jahrelang (vermutlich 1963-1993) war Herr Peter Olivier der Geschäftsführer des Flüchtlingsverbandes und der Redakteur der Verbandszeitschrift "Unsere Stimme", die seit 1969 erscheint. Herr Olivier verfasste eine kurze Geschichte des Verbandes, von der nur ein Fragment vorliegt. Ab 1993 wurde Alexander Sun für den Verband tätig. Im Jahre 2000 hat Jana Ostrovskaia die Arbeit übernommen.

Die Tätigkeiten des Verbandes erstrecken sich auf die Bereiche Sozialarbeit, Integration, Kultur und Religion. Freunde und Förderer unseres Verbandes unterstützen unsere vielfältigen Tätigkeiten, damit wir auch weiterhin unsere Projekte durchführen können.

Im Mai 1999 wurden die Akten des Flüchtlingsverbands im Umfang von 2,5 lfm vom Zentralarchiv zur Erforschung der Geschichte der Juden in Deutschland übernommen.
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